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Freitag, 18. April 2014

Ach, du dickes Ei!



Nicht nur bunte Osternester sind am letzten Wochenende entstanden. 
Einen der Luftballons habe ich so weit wie möglich mit dem Girlandenpapier beklebt und eine Art Vase entstand. Im Inneren versteckt sich ein schlankes Trinkglas mit Wasser für die Zweige der Korkenzieher-Haselnuss. Frisch geschnitten aus dem Garten und zur Gesellschaft gab es eine einzelne Tulpe, die beim Regen umgeknickt war. 



  

Und wo ich schon mal im Garten war, habe ich noch ein paar Zweige der gelben Berberitze mitgenommen und zu einer Art Mini-Landschaft im Glas arrangiert. 





So ein Gartenrundgang ist ein schöner Start in den Tag - gerade jetzt, wo die Natur jedem Tag neue Blüten und Blätter schenkt. 





Meine kleinen Zweige schicke ich nun zu Helga und dem Flower-Friday. Da sind sie in bester, blumiger Gesellschaft.

Dienstag, 15. April 2014

Die Nester sind bereit


Ist es tatsächlich schon wieder so lange her seit meinem letzten Post?!  Ich kann Euch sagen, dass sich in der Zwischenzeit nicht viel getan hat bei mir. Seit gut 2 Monaten habe ich Schmerzen im Fuß und humpele durch den Tag. Das ist viel anstrengender als normales Gehen und so bin ich abends schon um 20.00 Uhr so weit, dass ich einfach nur noch schlafen möchte.  Dazu kommt gerade mal wieder eine besondere Belastungsprobe im Job - und schon ist man wieder mittendrin in einem Kreislauf aus vielen kleinen und großen Verpflichtungen, die man nicht erfüllen kann. Das Hamsterrad dreht sich schneller und schneller.

Nach diversen Arztbesuchen habe ich nun eine Diagnose und auch wenn das bedeutet, dass ich operiert werden  muss, ist es eine Erleichterung. 
 


Am letzten Sonntag haben wir uns hier ganz bewusst Ruhe gegönnt. Dabei sind ein paar Osternester entstanden, die ich für das große Verstecken am nächsten Sonntag noch befüllen werde. Familientreffen ist angesagt und zwei Nichten, ein Neffe und natürlich mein eigener kleiner Osterhase freuen sich schon darauf.


Ich hatte im Altpapier noch die Girlanden vom Kindergeburtstag. Die hatten sich als nicht besonders haltbar erwiesen und waren schon im Laufe der Party auseinandergefallen.


Egal. Jetzt wurden sie auseinandergenommen, nach Farben sortiert und in Stückchen gerissen. Ganz klassisch habe ich sie dann mit Tapetenleim auf Luftballons geklebt und zwar erst in Längsrichtung und dann noch einmal quer. 

 

Damit mir die Luftballons nicht wegkullern habe ich sie mit Tesa-Film auf Trinkgläser geklebt. So konnten sie auch ganz in Ruhe trocknen. Das hat nur 1 1/2 Tage gedauert. Also falls noch jemand Girlanden übrig hat - das schafft man noch bis Ostern.

Zum Größenvergleich hier noch mal meine halben Eier mit einem echten Hühnerei:


Ja, sie sind ganz schön groß. Da passt ordentlich was rein!

Sicher habt Ihr bemerkt, dass ich ganz verschiedenes "Ostergras" in den Eiern habe. Das ist natürlich auch selbst geschnippelt.

 
Ich sage nur "Ein Hoch auf Schneidematte und Rollschneider!". Was man damit nicht alles machen kann! Je feiner die Streifen, um so weicher die Nester. Bei dem Atlaspapier habe ich die Streifen noch  ein wenig gelockt, damit es harmonischer aussieht.


Ich bin jetzt praktisch schon wieder auf dem Weg zur Arbeit.  Ich grüße Euch heute besonders herzlich - es tut mir leid, dass ich im Augenblick kaum Zeit bei Euch in Bloggerland verbringen kann.

Mit meinen Ostervorbereitungen möchte ich wieder einmal sehr gern mitmachen beim Creadienstag und  beim Upyclingdienstag mit Nina.

Montag, 24. März 2014

Bin im Garten!



Das Gartenjahr ist noch so jung und hat trotzdem schon eine erste Kandidatin für den Titel "Lieblingsgehölz des Jahres" hervorgebracht.

Meine Winterkirsche (Prunus subhirtella 'Autumnalis') blüht in diesem Jahr so üppig und ausdauernd wie nie zuvor.  Sie war ein einziger flauschiger Traum in Rosa! Und auch wenn die Blüten jetzt schon etwas verwuschelt sind und bald verblühen werden, ist sie noch immer eine Schönheit. 



Aber auch alle anderen treiben jetzt aus. Der Garten wird von Tag zu Tag grüner.
Es ist also höchste Zeit, die letzten Rosen zu schneiden und zu düngen,  den Lavendel einzukürzen,  die Beete zu säubern und zum Schluss noch eine große Palette voller Hornveilchen über den Garten zu verteilen. 

Und genau das habe ich in dieser Woche vor. 

Bestimmt ist die eine oder andere von Euch auch mit Gartenarbeit beschäftigt.  Darum drücke ich uns allen den grünen Daumen, dass das Wetter mitspielt.  Kommt gut in die Woche!
 

Sonntag, 23. März 2014

Guck`mal da! #9 mit einem Haus aus Flaschen


Man ist unterwegs und entdeckt etwas.  Ein erfreutes und erstauntes "Guck mal da!" rutscht einem heraus.
Genau solche Dinge zeige ich Euch hier. Upcyling-Ideen von unterwegs, die mich neugierig gemacht haben. Es gibt keinen festen Termin für diese Rubrik, weil man nie weiß, wann man etwas findet.  

Ihr habt auch ein "Guck mal da!"- Teil gefunden? Super! Meldet Euch doch. Gerne zeige ich Eure Fundstücke. Vielleicht habt Ihr  auch Lust, darüber eine Gastblogger-Beitrag zu schreiben? Ich freue mich auf Eure Geschichten. 


Heute nehme ich Euch mit in die Wüste in eine echte Geisterstadt.

Willkommen in Rhyolite Nevada - der drittgrößten Stadt Nevadas.  Nie gehört? Ok, das war auch schon im Jahr 1908.  Damals lebten dort bis zu 10.000 Menschen. Heute ist es eine echte Geisterstadt. Und hier steht das Bottle House, das ein Tom Kelly in den Jahren 1905 bis 1906 ganz aus Flaschen gebaut hat. 


Tom Kelly war schon 76 Jahre alt, als er das Haus gebaut hat. Er hat Flaschen in der ganzen Stadt gesammelt. Da nicht besonders schwierig, weil es dort sage und schreiben 53 Saloons gab. Und so besteht das Haus auch überwiegend aus Bierflaschen. Er hat nur 5 1/2 Monate gebraucht, um sein Haus zu bauen. Cool, oder?!

Ich stelle mir gerne den alten, granteligen Mann vor, wie er mit seiner Karre durch den Ort zieht und sich nicht beirren lässt. Er hat ein Ziel vor Augen und es ist ihm egal, was die anderen dazu sagen. Und er hatte Erfolg! Es gab wohl mehrere Bottle Houses in Rhyalite. Aber das Haus von Tom Kelly war das größte.


Daran sieht man: eine Upcycling-Idee kann gar nicht verrückt und groß genug sein. Man muss nur einfach mal anfangen!

Leider habe ich nur die beiden Fotos vom Bottle House gemacht. Aber sie entstanden schon 2007, da war noch nicht geplant, dass ich mal bloggen würde. Noch mehr Fotos findet Ihr aber bei dem Link zum Bottle House und dort gibt es auch die ganze Geschichte zu Tom Kelly.

Geschichten und Projekte ganz anderer Art gab es in dieser Woche im Rahmen der Aktion "From trash to blog". Meinen Beitrag, in dem es auch um alte Gläser ging (Tom Kelly lässt grüßen ;-)), habe ich Euch schon am Donnerstag gezeigt. 

Am Freitag zeigte Nicole / Gemachtes und Gedachtes wie man jetzt zauberhafte Blümentöpfe aus Papier machen kann ( im Frühjahr kann man nie genug davon haben) und bei Ilses Enkel könnt Ihr zuschauen, wie man Plastiktüten mit dem Bügeleisen zu Material für eine kleine "Fresstüte" verarbeitet.

Gestern gab es dann das Finale mit den Beiträgen von Daniela / Green Bird, die eigentlich ganz viel häkelt, aber für die Aktion ein Kleid aus einem riesigen Schal genäht hat und mit Frederike / Seemansgarn die  aus einer Wäschtrommel einen richtig coolen Wäschekorb-Hocker gebaut hat.

Die zweite Runde von "From trash to blog" ist damit beendet. Spaß hat es gemacht. Und ich habe wieder eine Menge gelernt, z.B., dass man nichts wegwerfen darf, weder Kühlschranktüren noch Wäschetrommeln und dass ich nicht die einzige bin, die Probleme mit Deadlines und widerspenstigem Material hat.
Danke an Ariane und Christiane für`s Organisieren!

Habt einen schönen Sonntag!
Happy Upcycling wünscht Euch Kirstin.

Donnerstag, 20. März 2014

Feuer frei!



Willkommen zu  meinem Beitrag bei "From trash to blog".

Wenn man bei so einer Aktion mitmacht, denkt man natürlich etwas länger darüber nach, was man zeigen möchte. Glücklicherweise ist meine Liste der Dinge, die ich gerne ausprobieren möchte, gefühlte 7 Meter lang. Ich hatte also die Qual der Wahl!


Im Küchenschrank fanden sich dann einige leere Marmeladengläser. Da wir unserer Marmeladensorte schon sehr lange sehr treu sind, sahen sie alle gleich aus. 



Perfekt! 
Ich hatte schon häufiger davon gelesen, dass man Gläser schneiden kann und zwar nur mit einer brennenden Schnurr und kaltem Wasser. Der Augenblick war gekommen, genau das mal auzuprobieren.  



Intensiv studierte ich alle Anleitungen, die ich im Internet finden konnte. Mein Vorschaubild für "From-trash-to blog" entstand dann irgendwann nachts um 23.00 Uhr vor unserer Haustür. 

Bloß gut, dass mich niemand gesehen hat:
Frau Augusthimmel mit entschlossenem Gesichtsausdruck hält triumphierend ihr brennendes Marmeldenglas in den Nachthimmel und kippt es dann ins Eiswasser, wo es mit einem wundervollen "klick" in 2 Teile zerfällt.  Hach, das sind diese Augenblicke im Leben eines Upcyclers, die man nie vergisst! 



Es folgten dann später noch mehr Gläser und ich kann nun also stolz 8 Gläser präsentieren, die in ihrem früheren Leben ein Marmeladenglas waren. Stück für Stück sollen weitere Gläser dazu  kommen.


Einsatzgebiete gibt es unendlich viele. Ich dachte da an Vasen für die Tischdeko - jeder Gast bekommt eine Blüte. Oder natürlich Teelichtgläser - kann man nie genug haben.  Oder Gläser für das Dessert. Oder für ein Buffet zum Anrichten von kleinen Salaten oder ähnlichem.
Oder, oder, oder.
Da fällt sicher jedem was ein.

Und auch zur Dekoration fällt sicher jedem was ein. Ob Masking Tape, Aufkleber, Stoffschnipsel, Borten, Farbe ... ... .... 


Ich habe mich deshalb darauf beschränkt, die Gläser nur ganz pur zu fotografieren.  Ihre schlichte, schöne Form kommt so am besten zur Geltung. 

From trash to blog!

 
Ich danke Euch für`s Lesen und empfehle Euch gleich noch einen Besuch bei Ariane, die heute auch ihr Upcyclingprojekt vorstellt. 

Morgen sind dann  Nicole von Gemachtes und Gedachtes und Ilses Enkel an der Reihe. Ich bin gespannt, was uns erwartet.



Und für alle, die sich für die harten Fakten interessieren, kommt jetzt noch der Teil mit den Praxis-Tips:


Das Material für dieses Projekt ist schnell beschafft:
Gläser, Schnur und Nagellackentferner. Dabei ist es wichtig, dass es sich um brennbaren Nagellackentferner handelt. Aceton geht auch, aber das habe ich im Drogeriemarkt nicht bekommen.


Die Gläser werden dann an der geplanten Schneidestelle straff mit dem Band umwickelt.  Es sollte natürlich brennbares Band-Material sein.

Leider wird sich das Glas nicht direkt dort teilen, wo der Faden ist, sondern etwas höher. Ihr könnt versuchen, den Faden etwas tiefer als den geplanten Schnitt anzulegen. Eine milimetergenaue Trennung wird man aber nicht hinbekommen. Seid also offen für das Unvollkommene!

Ein bisschen Probieren müsst Ihr auch, was die Dicke des Bandes angeht. Ich habe versucht, den Faden nur einmal ums Glas zu legen. Das klappte gar nicht. Es folgten viele Proben bis ich dann bei viermaligem Umwickeln des Glases endlich Erfolg hatte. 
Es ist abhängig von der Dicke des Glases sowie der Dicke und Brennbarkeit des Bandes, wie oft ihr das Glas umwickeln müsst.

Jetzt wird mit dem Pinsel der Nagellackentferner auf das Band aufgetragen. Das Band muss richtig gut durchnässt sein. Lieber ein bisschen zu viel als zu wenig Flüssigkeit.

In anderen Anleitugen wird empfohlen, erst den Faden in brennbarer Flüssigkeit zu tränken und dann um das Glas zu wickeln. Das war mir zu viel Kleckerei mit dem brennbaren Zeugs. So ist es einfach sauberer.


Auf dem Foto seht Ihr noch den wunderbaren Experimentiertisch, den ich im Garten vorbereitet hatte. Dort steht auch schon die Schüssel mit Eis bereit, die dem Glas den finalen Kälteschock verpassen soll. Leider musste ich wegen widriger Witterungsbedingungen dann doch ins Haus, um die Gläser anzuzünden.

Es macht Sinn, immer nur ein Glas mit Nagellackentferner zu behandeln und es dann gleich anzuzünden. Immer schön eines nach dem anderen. 

Dann wird das Feuerzeug gezückt. Achtung! Das Feuer brennt sofort lichterloh!
Vorsicht beim Anzünden!


Ich halte das Glas in der Hand direkt über dem kalten Wasser. 
Es wird nicht heiß - keine Sorge. Natürlich empfiehlt sich das Tragen von Schutzhandschuhen trotzdem. Nehmt mich bitte einfach als schlechtes Vorbild.

In vielen Anleitungen wird empfohlen, das Glas nun ständig zu drehen. Ich frage mich warum. Wenn ich es einfach gerade halte, brennt die Flamme schön gleichmäßig nach oben. 

Während das Glas brennt, kann man die Sekunden mitzählen. Bei unter 20 Sekunden Brenndauer hatte ich meist einen Misserfolg. Also schön geduldig bleiben, Glas direkt über dem Wasser halten und sofort reagieren, wenn die Flamme weg ist. Zack! Ab damit ins Wasser - und hoffen, dass es "Klick!" macht.

Ich will Euch nichts verheimlichen: nicht immer ist die Kante schön gleichmäßig. Es können Kanten entstehen, die man nicht so einfach mit dem Schleifpapier glatt bekommt. Einmal war da auch ein kleiner Riss, der ins Glas hinein ging. Ich habe also ein paar Marmeladengläser wieder aussortiert. 
Zufrieden bin ich dennoch mit dem Experiment.
Und ich denke darüber nach, mir einen richtigen Glasschneider zuzulegen. Gläser bieten so viele schöne Möglichkeiten fürs Upcycling.

Fast vergessen:
Die Kanten sollten natürlich noch abgeschliffen werden. Das geht gut mit Schleifpapier. Ich habe dazu welches mit textiler Rückseite genommen, weil das besonders stabil ist. Ich habe auch versucht, mit dem Dremel zu schleifen. Aber das sah irgendwie nicht so schön aus und es platzten dabei teilweise Stückchen vom Rand ab. 






Mittwoch, 19. März 2014

Bleaching - Malen mit dem Badreiniger



Während heute bei  Leni von Ohmarylane  und Petra von Justanothercopycat   wieder  Upcyclingprojekte für die Bloggeraktion "From trash to blog" gezeigt werden, werde ich mich mit Euch gemütlich an den Küchentisch setzen und ein bisschen malen.

Ich hatte Euch gestern schon meine Osterdecke gezeigt und versprochen, dass ich noch ein paar Erklärungen über die Entstehung der Hasen gebe.

Der Stoff, auf den sie gemalt sind, ist aus Baumwolle und mit Simplicol Echtfarbe bei 60 Grad gefärbt und anschließend mit Feinwaschmittel noch einmal bei 60 Grad gewaschen.

Möchte man den Stoff in verschiedenen Farbabstufungen färben, kann man sogar eine Ergänzungspackung zur Farbe kaufen. Dort sind die notwendigen Zusatzstoffe enthalten, die die Farbe haltbar machen. Und die braucht man immer - egal wie intensiv die Farbe werden soll.

Ich hatte meinen Stoff auf 3 Häufchen verteilt, um so möglichst verschiedene Abstufungen zu erhalten. 



Um den gefärbten Stoff zu bemalen, habe ich handelsüblichen Badreingier in eine kleine Schale gefüllt. 
Es muss natürlich nicht der auf dem Foto sein. Wichtig ist, dass er Bleichmittel auf Chlorbasis enthält.

Warnhinweis: Natürlich bleicht der Reiniger auch Eure Kleidung. Also alles gut abdecken oder gleich alte Klamotten anziehen. BeimVerarbeiten werden auch unangenehm riechende Gase freigesetzt. Auch hier bitte vorsichtig sein!
Wer empfindlich ist - bitte lieber die Hände davon lassen.
Auch für kleine Kinder ist das definitv kein geeignetes Mittel zum Malen!



Bevor man sich ans Werk macht, ist es sinnvoll, einen kleinen Stoffrest zu nehmen und erstmal zu prüfen, wie sich der Reiniger auf dem Stoff verhält. Außerdem braucht man noch einen Pinsel um den Reiniger aufzutragen.


Auf  dem Musterstück kann man sich erstmal austoben. Was passiert, wenn ich einen Klecks mache?  Wie intensiv verändert sich die Farbe des Stoffs, wenn ich nur ganz vorsichtig darüber streiche?

Hier mal ein Beispiel wie sich ein Klecks mit anschließendem Ausstreichen verändert:


Man sieht deutlich, dass bei dem Klecks die Konturen nicht ebenmäßig sind. Die Flüssigkeit dringt ins Gewebe ein. Das kann schöne zufällig Effekte ergeben. Aber wenn man z.B. Buchstaben aufmalen möchte, wäre das nicht so gut. 

Hier noch mal ein Beispiel mit Klecks und Strichen. Bei den Strichen wurde mal sehr wenig und mal etwas mehr Reiniger verwendet. Auf dem ersten Bild sieht man gut, wo der Reiniger noch feucht ist. Dort ist auf dem zweiten Bild der Effekt des Ausbleichens viel größer.



Für meine Hasen hatte ich noch eine selbst ausgeschnittene Schablone in meinem Bastelfundus.  Ich weiß nicht mehr, woher die Vorlage stammt. Aber einen ähnlichen Hasen hat z.B. Renate von Titatoni auf ihrem Blog. Da müsst Ihr also nicht lange suchen.

Bei der Schablone gilt ganz besonders: Pinsel gut abstreichen und mit sehr, sehr wenig Reiniger am Pinsel arbeiten!



Dann wird zunächst der Umriss vorsichtig nachgemalt. Das Ergebnis seht Ihr erst nach ein paar Sekunden. Am Anfang sieht man eigentlich gar nicht, wo man gemalt hat. Darum am Anfang lieber etwas zu wenig Bleichmittel nehmen und dafür später den Vorgang wiederholen. Ist der Pinsel zu nass, läuft das Bleichmittel in den Stoff und Ihr bekommt keine schöne Kontur. 

Die Kontur kann man auch nacharbeiten, wenn die Schablone nicht mehr auf dem Stoff liegt. Den Hasen kann man dann ausmalen, austupfen, mit Streifen verzieren oder einfach so lassen wie er ist.

Wichtig ist es, sich zwischen den Arbeitsschritten immer ein wenig Zeit nehmen, um das Ergebnis abzuwarten. Das Bleichmittel arbeitet, bis es richtig getrocknet ist.
 
Hier habe ich mal den Hasen für Euch vorbereitet:



Ich hoffe, dass Ihr gut erkennen könnt, wie sich die Farbe verändert. Und Ihr seht auch auf dem Rücken, dass ich da an einer Stelle zu viel Reiniger am Pinsel hatte und die Kontur entsprechend ungenau ist.

Nachdem ich fertig war, hatte ich plötzlich eine Sorge: Wird die Bleiche wieder aktiv, wenn ich den Stoff wasche und ist dann die ganze Mühe umsonst? Natürlich habe ich es getestet.  Und es blieb alles gut. Wenn der Reiniger auf dem Stoff getrocknet ist, ist kann nichts mehr passieren.

Manchmal wird gefragt, wie ich auf so etwas komme.  Das ist natürlich nicht meine eigene "Entdeckung". 
Auf das Bleichen bin ich durch ein Buch der wunderbaren Alisa Burke gekommen. Alisa Burke hat übrigens auch einen Blog. Und ihr Buch heißt "Sew Wild: Creating with Stitch and Mixed Media".

Sehr empfehelenswert für alle, die so kleine Experimente lieben wie ich. Inspiration pur!



Dienstag, 18. März 2014

Bereit für den Osterhasen

 


Pünktlich zum Frühlingsbeginn ist meine Osterdecke fertig geworden.  Eigentlich war sie gar nicht geplant und ist tatsächlich irgendwie nebenbei entstanden.
Im Februar war ich ein paar Tage mit meinem kranken Sohn zu Hause. Da bekam ich ein wunderhübsches Päckchen aus Weimar - einer meiner Lieblingsstädte im schönen Thüringen. Ja, da werden Studienerinnerungen wach!  

Kathrin hatte ein feines Aufmunterungs-Set für mich zusammengestellt: mit Schoki, Kerze und Tee - und einem Dutzend Kopfkissen vom Opa ihres Mannes.  Das war ein ziemlicher Berg Stoff in unterschiedlichen Damastmustern und mit vielen Monogrammen.  Nochmals herzlichen Dank dafür, Kathrin!

  
Stoffe inspirieren mich immer! Und was tut man, wenn man  gerade absolut keine Möglichkeit hat, etwas zu nähen? Man färbt erstmal. Ich hatte noch 2 Pakete Simplicol Echtfarbe in Dunkelrot im Regal, die ich nun versuchte auf 3 Waschmaschinenladungen aufzuteilen. Mein Ziel war es, möglichst viele verschiedene Rottöne zu bekommen.  Das Ergebnis war nicht ganz so differenziert, wie ich es gedacht hätte, aber ich war trotzdem zufrieden. 



Von den einzelnen Kopfkissen habe ich dann die Nähte und Kanten abgeschnitten, weil der Stoff bei älteren Textilien dort meist mehr beansprucht und daher evtl. etwas dünner ist. Aus den "Filetstücken" der Kissen habe ich dann Streifen mit einer Breite von 20 cm zugeschnitten. Natürlich mit dem Rollschneider und mit Lineal. So wird das Ergebnis am besten.


Da lagen dann die Streifen und kamen mir nun doch etwas langweilig vor für eine Patchworkdecke.



Erst wollte ich stempeln, sticken oder applizieren. Aber alles wurde verworfen, weil ich es mir in meiner Situation (Kind immer noch krank) zu aufwändig erschien. Und ich wollte kein weiteres UFO produzieren, sondern etwas fertig bekommen.

Also entschied ich mich dafür, den frisch gefärbten Stoff wieder zu bleichen. Und zwar mit ganz normalem Badreiniger. Mit einem Pinsel gaaaaaanz vorsichtig aufgetragen löst er die Farbe wieder aus dem Stoff.



Die Hasenschablone ist selbsgemacht (Hasenform mit Cutter aus einer dicken Folie geschnitten) und diente vor 2 Jahren dazu, ein paar Hasen auf eine Tischdecke zu schablonieren. Auch hier nur ganz vorsichtig von außen nach innen streichen.
Am besten probiert man die Wirkung vorher auf einem Stück Stoff aus, bis man ein Gefühl dafür bekommt, wie schnell und intensiv die Aufhellung geschieht.


 
So lagen ein paar Tage lang die Streifen immer griffbereit und ich malte, tupfte, schablonierte, wenn es sich ergab.

Die einzelnen Streifen habe ich dann zusammen mit meinem Sohn (ja, immer noch krank....) genäht. Er saß neben mir mit dem Fußpedal in der Hand und auf mein Kommando ging es vorwärts, mal langsam, mal schnell. Das hat wirklich Spaß gemacht - und zwar uns beiden!

Gesteppt habe ich die Decke dann an zwei ruhigen Abenden und die Einfassung habe ich in aller Ruhe in der letzten Woche per Hand genäht. Diesmal war ich krank und konnte nichts anderes machen als auf dem Sofa zu sitzen.
  






Da ist sie nun - unsere neue Hasendecke. Sie ist ein echter Brummer, weil ich dickes Volumenvlies genommen habe. Es ist  eine richtig wärmende Steppdecke und sie ist 2,05m x 1,50 m groß.




Wie das mit dem Bleichen ganz genau geht, zeige ich Euch  morgen. Wir hatten gestern kein Internet und daher reichte die Zeit nicht zum Vorbereiten.

Für heute reicht die Zeit aber um meine Decke zum Upcycling-Dienstag und natürlich zum Creadienstag zu tragen. 

Zu guter Letzt geht es dann noch zum finish it up Friday bei Amandajean.

Und auf die beiden Beiträge zu "From trash to blog" bei Fahrradfrau Christiane und Celine - Sur la lune hinzuweisen dafür reicht sie natürlich auch. Bin schon sehr gespannt auf die Projekte der beiden. Schaut doch auch mal dort vorbei.


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